ZDFinfo-Doku über ein Leben in Zwangsarbeit und Tyrannei

Mainz (ots) –

Sie überlebte Stalins Terror, ihre Verschleppung ins Deutsche Reich, den Rassismus der Nazis, ihren Einsatz als NS-Zwangsarbeiterin und die Tyrannei in der Sowjetunion nach dem Krieg: Nadeshda Slessarewa war Opfer zweier totalitärer Regime, gründete als Rentnerin ein Frauenzentrum für Geschädigte totalitärer Regime und arbeitet für einen NS-Opferverband. Die ZDFinfo-Dokumentation „Die Zwangsarbeiterin – Nadeshdas langer Weg nach Hause“, die bereits online in der ZDFmediathek abrufbar ist, schildert ihre Lebensgeschichte – zu sehen am Freitag, 29. Oktober 2021, 18.15 Uhr, in ZDFinfo zum Auftakt eines Dokuabends, in dem bis 0.45 Uhr sieben weitere Dokus unter anderem über „Das Tagebuch der Anne Frank“ und „Die letzten Zeugen von Auschwitz“ berichten.

Die 1930 geborene Ukrainerin Nadeschda Slessarewa erlebte zunächst eine glückliche Kindheit – doch dann traf Stalins Terror die Familie mit voller Wucht. Nadeshda war noch keine sieben Jahre alt, als ihr Vater, der als Wissenschaftler arbeitete, verhaftet und als „Volksfeind“ hingerichtet wurde. Ihre Mutter, die als Lehrerin tätig war, kam in ein sogenanntes Besserungsarbeitslager nach Sibirien, als Gulag bekannt. Nachdem die deutsche Wehrmacht die Ukraine erobert hatte, wurde die damals 13-jährige Nadeshda mit ihren Adoptiveltern ins „Dritte Reich“ verschleppt und dort zu Sklavenarbeit gezwungen – die ehemalige Zwangsarbeiterin wurde nach dem Krieg als „Kind eines Volksverräters“ stigmatisiert. Dennoch beendete sie die Schule, studierte, heiratete, promovierte, bekam zwei Kinder und setzt sich seit Jahrzehnten für das Gedenken an die NS-Zwangsarbeiter ein.

Der Doku-Abend am Freitag, 29. Oktober 2021, in ZDFinfo:

18.15 Uhr: „Die Zwangsarbeiterin – Nadeshdas langer Weg nach Hause“
18.45 Uhr: „Das Tagebuch der Anne Frank – Geschichte einer Familie“
19.30 Uhr: „Das Tagebuch der Anne Frank – Geschichte eines Verrats“
20.15 Uhr: „Schindlers Liste – Eine wahre Geschichte“
21.00 Uhr: „Medizinische Experimente in Auschwitz“
21.45 Uhr: „Ein Tag in Auschwitz“
23.15 Uhr: „Die letzten Zeugen von Auschwitz – Mahner der Zukunft“
24.00 Uhr: „Die Deutschen und der Holocaust“

Ansprechpartner: Thomas Hagedorn, Telefon: 06131 – 70-13802;
Presse-Desk, Telefon: 06131 – 70-12108, [email protected]

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/diezwangsarbeiterin

„Die Zwangsarbeiterin – Nadeshdas langer Weg nach Hause“ in der ZDFmediathek: https://kurz.zdf.de/MEQjn/

ZDFinfo in der ZDFmediathek: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku

Pressekontakt:
ZDF Presse und Information
Telefon: +49-6131-70-12121

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Quelle: ots

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