Wieviel Osten steckt in Dir? MDR ergründet die „DNA des Ostens“

Leipzig (ots) –

Wie ähnlich sind sich die Erfahrungen der Ostdeutschen? Hat sich daraus eine eigene „DNA des Ostens“ geformt? Was die Menschen bis heute geprägt hat, zeigt der MDR mit einer interaktiven Website, einer 90-minütigen TV-Dokumentation und einem zehnteiligen Doku-Angebot in der ARD-Mediathek – ab 27. September online und in der ARD-Mediathek.

Ob man genauso tickt wie Ostdeutsche der gleichen Generation, lässt sich ab 27. Septembermit einem Klick auf die MDR-Website Diednadesostens.de herausfinden. Wer dort sein Geburtsjahr anwählt, begibt sich auf die Suche nach den eigenen Prägungen – und denen seiner Generation, kann schauen, welche gesellschaftlichen Ereignisse und Veränderungen vielleicht Einfluss auf die eigene Entwicklung hatten.

Die zwischen 1950 und 2000 geborenen Ostdeutschen werden in neun Generationen unterschieden und ihre wohl prägendsten Erfahrungen analysiert: Sie reichen von der Krippenbetreuung bis zur Treuhandabwicklung, vom Mauerbau bis zur Corona-Pandemie, vom Start Juri Gagarins bis zu den „Fridays for Future“-Demonstrationen. Diese Prägungen – ob „pragmatisch“, „desillusioniert“ oder „vernetzt“ – beschreiben für jeden Jahrgang eine gemeinsame „DNA“ – eine biografische Schnittmenge, die seine Perspektive bis heute maßgeblich formt und an folgende Generationen weitergeben wird.

Für dieses interaktive Webangebot wurden über ein Jahr lang mehr als 100 soziologische Studien, Publikationen und statistische Erhebungen analysiert. Ein Sozialwissenschaftler hat das Projekt vom ersten Konzept bis zur Publikation beratend begleitet. Entstanden ist ein Portal, das als Ausgangspunkt für Verständigung und Dialog dient, was die verschiedenen Generationen und Regionen bis heute prägt.

Prägungen auch in der Nachwendegeneration

Die TV-Dokumentation „Wer wir sind – Die DNA des Ostens“ von Lutz Pehnert konzentriert sich auf die Generation der Ende der 1980er und Anfang der 1990er-Jahre Geborenen. Sie sind eine neue Generation Ostdeutscher, die die DDR nur als Kinder oder aus Schulbüchern kennt und für die Meinungs- und Reisefreiheit heute selbstverständlich sind. Sie sind aufgewachsen im vereinten Deutschland und suchen heute ihre Identität zwischen Ost und West. Ein Landwirt, eine Modedesignerin, ein Handwerker, eine Schauspielerin, ein Schriftsteller, eine Lehrerin, ein Erzieher, eine Unternehmerin, ein Kulissenmaler – neun Ostdeutsche aus Berlin, Magdeburg, Dresden, Görlitz oder einem Dorf in Thüringen erzählen von ihrem Leben; davon, wie sie wurden, wer sie sind. Haben auch sie die „DNA des Ostens“ in sich?

„Die DDR ist wie ein großer Schatten. Ich habe sie nie erlebt, aber alles, was daraus folgt“,bringt es eine Protagonistin auf den Punkt. Zu sehen ist die 90-minütige Dokumentation ab 27. September in der ARD-Mediathek und am 1. Oktober um 20.15 Uhr im MDR-Fernsehen.

Zehnteilige Doku-Reihe in der ARD-Mediathek

Seit langem begleitet der MDR die Veränderungsprozesse und den gesellschaftlichen Wandel in Ostdeutschland und beleuchtet die Lebenswirklichkeit der Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie das Verhältnis von Ost und West zueinander. In der ARD-Mediathek kann man nun in einer Auswahl von Dokumentationen sehen, wie die Menschen die Transformationsprozesse erlebt haben und wie sie wurden, wer sie heute sind. Die zehnteilige Reihe widmet sich u.a. diesen Themen: „Warum der Osten anders wählt“, „Wie russisch denkt der Osten“, „Warum die Wirtschaft im Osten so anders ist“, „Wer bezahlt den Osten?“ und „Wie Macher und Glücksritter in den Osten kamen“.

Das aufwendige crossmediale Projekt wurde im Auftrag des MDR von der Hoferichter & Jacobs Filmproduktion produziert und konnte u.a. durch eine ARD-Entwicklungsprämie finanziert werden.

Hinweis für Journalistinnen und Journalisten

Die TV-Dokumentation „Wer wir sind – Die DNA des Ostens“ von Lutz Pehnert steht vorab zur Rezension in unserem Online-Vorführraum zur Verfügung. Für die Zugangsdaten melden Sie bitte per Mail an [email protected] an.

Weitere honorarfreie Fotos finden Sie bei ardfoto.de.

Weitere Informationen zum Gesamtprojekt finden Sie ab 29. Oktober in unserer digitalen Medienmappe unter mdr.de/presse/pressemappen.

Pressekontakt:
MDR, Presse und Information, Birgit Friedrich, Tel.: (0341) 3 00 65 45, E-Mail: [email protected], Twitter: @MDRpresse
Original-Content von: MDR Mitteldeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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