Schöne neue Wirtschaftswelt? 3sat-Magazin „makro“ zum Thema „Social Business“

Mainz (ots) –

Dienstag, 10. August 2021, 22.25 Uhr
Erstausstrahlung

Laut Schätzungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt es in Deutschland bis zu 80.000 so genannte Social Entrepreneurs: Viele junge Menschen sehnen sich nach einer nachhaltigen und gemeinwohlorientierten Wirtschaftstätigkeit. Das wirtschaftliche Ziel dem sozialen Zweck unterordnen, ohne dabei das unternehmerische Denken aus den Augen zu verlieren – das charakterisiert ein Social Business. Gemeinsinn vor Gewinn. Doch selten ist der Weg in die Rentabilität eines solchen Unternehmens leicht. Die 3sat-Dokumentation von Eva Mühlenbäumer „makro: Social Business. Schöne neue Wirtschaftswelt?“ stellt am Dienstag, 10. August 2021, um 22.25 Uhr vier deutsche Unternehmen mit ihren Chancen und Herausforderungen vor.

Christine Bleks machte 2012 aus der Not ein sinnvolles Geschäft und gründete den Verein „Tausche Bildung für Wohnen“: Junge Erwachsene (Bildungspaten) geben benachteiligten Kindern in Duisburg-Marxloh und Gelsenkirchen-Ückendorf, zwei der ärmsten Stadtteile in Deutschland, Nachhilfe und betreuen sie. Im Gegenzug können sie umsonst in einer WG wohnen. Felix Meuer hat im April 2020 mit plusX ein Herzensprojekt ins Leben gerufen, da er einen gesellschaftlichen Beitrag zu mehr Chancengleichheit leisten wollte. Seitdem sammelt er Spenden, um damit finanziell schwächeren Kindern und Jugendlichen aus Köln Freizeitaktivitäten zu ermöglichen. Bis 2019 arbeitete er als Produktmanager, doch das erfüllte ihn nicht mehr.

Der Energieversorger Polarstern aus München setzt auf 100 Prozent Ökostrom aus Wasserkraft und auf gemeinwohlorientierte Unternehmenswerte. In diesem Jahr feiert das Unternehmen sein zehnjähriges Bestehen und schreibt schwarze Zahlen. Alle zwei Jahre erstellt das Start-up zudem eine Bilanz nach den Bewertungskriterien der Gemeinwohlökonomie. Die „GWÖ“ ist eine Bewegung mit dem Ziel, eine gerechte und soziale Wirtschaftskultur zu etablieren. Inas Nureldin, Michael Schweikart und Jakob Berndt, die Gründer der Tomorrow Bank, wollen das Geld ihrer Kunden anders anlegen als gewöhnliche Geldinstitute. „2019 investierten deutsche Banken 11,75 Milliarden Dollar in Atomwaffen“, schreiben sie auf ihrer Webseite. Das Start-up aus Hamburg will dagegen mit dem Geld seiner Kunden ausschließlich in nachhaltige Projekte investieren und macht seine Aktivitäten in einer App transparent.

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Quelle: ots

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