Österreichischer Filmpreis: vier Auszeichnungen für ZDF-Koproduktion „The Trouble With Being Born“ („Vom Nachteil geboren zu sein“) / Auch ZDF/ARTE-Koproduktion „Quo Vadis, Aïda?“ gewinnt drei Preise

Mainz (ots) – Mit insgesamt vier Auszeichnungen war der experimentelle Science-Fiction-Film“The Trouble With Being Born“ („Vom Nachteil geboren zu sein“), eine Koproduktion der ZDF-Redaktion Das kleine Fernsehspiel, der große Gewinner bei der Verleihung des Österreichischen Filmpreises. Neben der Auszeichnung für den „Besten Spielfilm“ erhielt Sandra Wollner den Preis für die „Beste Regie“. Weitere Ehrungen gab es für die „Beste Maske“ (Gaby Grünwald) und die „Beste Tongestaltung“ (Johannes Schmelzer-Ziringer / Originalton, Peter Kutin / Sounddesign, Simon Peter / Mischung).

Auch die ZDF/ARTE-Koproduktion „Quo Vadis, Aïda?“ von Jasmila Žbanić (Buch und Regie) über den Genozid an der muslimischen Bevölkerung in Srebrenica während des Bosnienkrieges 1995 war mit drei Preisen sehr erfolgreich. Ausgezeichnet wurde Edita Malovčić für die „Beste weibliche Nebenrolle“, Christine A. Maier für die „Beste Kamera“ und Hannes Salat für das „Beste Szenenbild“. Die Gala fand am gestrigen Donnerstagabend, 8. Juli 2021, in Wien statt.

„The Trouble With Being Born“ („Vom Nachteil geboren zu sein“) handelt von Elli (Lena Watson), die ein Android ist und bei einem Mann (Dominik Warta) lebt, den sie Papa nennt. Sie lassen sich durch den Sommer treiben, schwimmen tagsüber im Pool, und abends nimmt er sie mit ins Bett. Elli macht ihn glücklich, dazu ist sie da. Er hat sie nach einer Erinnerung erschaffen, die ihr nichts und ihm alles bedeutet. Für sie ist es lediglich eine Programmierung, der sie folgt – eines Nachts, tief in den Wald hinein, einem verblassenden Echo hinterher.

„The Trouble With Being Born“ („Vom Nachteil geboren zu sein“)ist eine Produktion der PANAMA Film in Koproduktion mit The Barricades, ZDF/Das kleine Fernsehspiel und der Filmakademie Baden-Württemberg. Produzentin ist Lixi Frank, Produzent David Bohun (Koproduzentinnen: Astrid Schäfer, Andi G. Hess und Viktoria Stolpe, Koproduzent: Timm Kröger). Gefördert von BKA, ORF Film/Fernsehabkommen, Abteilung Kunst und Kultur Niederösterreich, CINE ART Steiermark, Stadt Wien MA 7, SKE / austro mechana. Die Redaktion haben Burkhard Althoff (ZDF/Das kleine Fernsehspiel) und Susanne Spellitz (ORF). Ein Sendetermin im ZDF steht noch nicht fest.

In „Quo Vadis, Aïda?“ geht es um die Lehrerin Aïda, die während des Bosnienkriegs 1995 für die Blauhelm-Soldaten als Dolmetscherin arbeitet. Als die Truppen von General Ratko Mladic Srebrenica einnehmen, flüchtet sich die Zivilbevölkerung in die UN-Schutzzone, um sich vor den bosnisch-serbischen Milizen zu retten. Von den übergeordneten Entscheidungsträgern im Stich gelassen, erweisen sich die holländischen UN-Soldaten mit der Organisation des Abzugs der Flüchtlinge aus der völlig überfüllten UN-Schutzzone überfordert. Mladic und seine Männer diktieren die Konditionen und haben noch verschiedene Rechnungen offen. Verzweifelt versucht Aïda, ihren Mann und ihre Söhne zu retten.

„Quo Vadis, Aïda?“ ist eine Koproduktion mit Deblokada (Damir Ibrahimovich), Razor Film (Gerhard Meixner, Roman Paul) und anderen. Die Redaktion für ZDF/ARTE hat Holger Stern. Ein Sendetermin für den Film steht noch nicht fest.

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