„Liebe war es nie“: Filmdokument einer verbotenen Beziehung im KZ

Baden-Baden (ots) – 80-minütige SWR Kino-Koproduktion in „Dokumentarfilm im Ersten“ am 14.7. um 22:50 Uhr

Es ist eine unglaubliche, aber wahre Liebesgeschichte zwischen einem SS-Offizier und einer jüdischen Gefangenen, die in Auschwitz beginnt und 30 Jahre später in einem Wiener Gerichtssaal endet: In „Liebe war es nie“ erzählt die israelische Filmemacherin Maya Sarfaty mit Sorgfalt von einer Liebe, die es nicht geben durfte. Es ist ein in die Tiefe recherchiertes Filmdokument einer ungewöhnlichen Paar-Beziehung, das ein Schlaglicht wirft auf konkrete historische Schicksale und deren Aufarbeitung. Der Film wird am Mittwoch, 14. Juli, um 22:50 Uhr im Ersten gezeigt und ist danach für 90 Tage in der ARD Mediathek verfügbar.

Helena Citron war eine der ersten tausend Frauen, die nach Auschwitz deportiert wurden. Franz Wunsch ein junger SS-Offizier, im Lager für sein brutales Verhalten bekannt. Schon bald fand Helena Trost und Schutz bei dem Mann, der sich in ihre schöne Gesangsstimme verliebt hatte. Besonders ein Lied sollte sie immer wieder für ihn singen: „Liebe war es nie, denn Du hast leider doch kein Herz, Liebe war es nie, es war ein Scherz“. Sie gingen das Risiko ein, im Falle einer Entdeckung ihrer Beziehung exekutiert zu werden und blieben bis zur Befreiung von Auschwitz ein Paar.

Die Aussage

30 Jahre später erhält Helena einen Brief von Wunschs Ehefrau – sie soll zu seinen Gunsten aussagen. Für Helena eine unmögliche Entscheidung: Wird sie dem Mann helfen, der das Leben von Helena und ihrer Schwester Rosa gerettet hat, jedoch nicht das ihrer beiden kleinen Kinder und der für den Tod vieler weiterer Menschen verantwortlich ist?

Rekonstruktion einer wahren Geschichte

Franz Wunsch fertigte in Auschwitz zahlreiche Fotomontagen an – Helena in schöner Kleidung vor idyllischer Landschaft. Sie zeigen ein Leben, wie er es sich vorstellte, ganz ohne Lager. Bis zur Befreiung von Auschwitz im Januar 1945 führt er akribisch Tagebuch, schrieb viele Jahre lang noch Briefe an sie, die unbeantwortet bleiben. In den 90er Jahren zeichnete Wunschs Tochter Dagmar ein Gespräch mit ihm über diese Zeit auf Video auf. Auf diesen Dokumenten basiert die dokumentarische Erzählung, in der Moralität, Ethik, Liebe und Schuld hinterfragt werden. Der Film gibt einen Einblick in das Lagerleben von Auschwitz, die dort begangenen Gräueltaten, die aktive Todesfabrik, er erzählt aber auch von kleinen Momenten des Glücks. Thema sind auch die Schwierigkeiten, die beim Aufbau eines neuen Lebens gemeistert werden mussten und wie die nachfolgenden Generationen damit leben mussten und müssen. Zu Wort kommen Helenas Sohn, ihre Nichte sowie die Tochter von Franz Wunsch und Überlebende der ersten tausend Frauen in Auschwitz, die damals mit Helena im Lager gefangen gehalten wurden und von ihren Erlebnissen und Erfahrungen erzählen.

Produktion und Ausstrahlung

„Liebe war es nie“ ist eine Koproduktion von Yes Docu und Cinephil mit SWR und ORF für Das Erste.

Der Film wird am Mittwoch, 14. Juli, um 22:50 Uhr im Ersten gezeigt und ist danach 90 Tage in der ARD Mediathek verfügbar.

Akkreditierte Journalisten können die Produktion in den Vorführräumen Das Erste und im SWR Presseportal abrufen.

Weitere Informationen unter:

http://swr.li/liebe-war-es-nie

Pressekontakt:
Daniela Kress, Tel. 07221 929 23800, [email protected] Fotos: ARD-foto.de Newsletter: „SWR vernetzt“, SWR vernetzt Newsletter (http://x.swr.de/s/swrvernetztnewsletter) SWR.de/kommunikation (https://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/uebersichtsseite-swr-kommunikation-100.html) twitter.com/SWRpresse SWR.de/corona FÜR EUCH DA #ZUSAMMENHALTEN
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Quelle: ots

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