Anh Duong: La Tentation d’Exister. There’s always Champagne in the Fridge. / Ausstellung in der Galerie Gmurzynska – Talstrasse 37, Zürich ab dem 09. Juni 2021

Zürich (ots) – „Wenn ich mich selbst male, benutze ich einen echten Spiegel. Es ist also ein Spiegelbild des Spiegelbildes, also ist es tatsächlich mein wahres Ich“

ANH DUONG

Die Galerie Gmurzynska zeigt mit der Ausstellung „La Tentation d’Exister. There’s always Champagne in the Fridge“ gleich zwei Premieren: Anh Duongs erste Einzelausstellung im deutschsprachigen Europa und die erste Ausstellung bei der Galerie Gmurzynska.

Anh Duongs Porträts und Selbstporträts sind faszinierend, voyeuristisch, aufschlussreich und mysteriös, als ob sie etwas beobachten würden, das sich gerade entfalten wird. Der Betrachter sieht private Momente in intimen Räumen. Die Bilder erfassen eine bestimmte Stimmung oder Zeit im Leben des Künstlers, und dennoch müssen wir darüber nachdenken bzw. uns fragen, was dieser Moment oder dieses Kapitel bedeuten könnte. Die übertriebenen Augen fixieren unseren Blick und wir fühlen uns gefangen, durchbohrt, ausgesetzt, so nackt wie die Öle, die wir beobachten. Die Werke öffnen viele Türen und zeigen dabei aber noch mehr geschlossene auf, was sie umso verlockender und faszinierender macht.

Die Stillleben, die Duong auch als Selbstporträts bezeichnet, sprechen für eine Beziehung zum Selbst. Sie zeigen typische Objekte aus dem Umfeld einer Frau wie Schuhe, Parfüms und Make-up, die das dekorative Umfeld einer modernen Frau darstellen und den Konsum, der sie umgibt, untermauern. Wie die Porträts sprechen diese Objekte von der Beziehung einer Frau zu ihrem Selbstbild. Wie wichtig ist dieses Umfeld, das sie so verführerisch darstellt? Was auch immer sie über Frauen oder Identität im 21. Jahrhundert sagen mögen, Duongs rätselhafte Gemälde verführen und fangen den Betrachter immer wieder ein.

Über Anh Duong

Anh Duong wurde in Bordeaux, Frankreich, als Tochter eines vietnamesischen Vaters und einer spanischen Mutter geboren. Sie studierte Architektur an der École des Beaux-Arts in Paris und tanzte bei der Franchetti Academy of Classical Dance. 1988 begann sie parallel zu ihrem Umzug nach New York zu malen.

Duongs einzigartige Perspektive wird von ihrer vielfältigen ästhetischen Karriere und ihren kreativen Interessen als erfolgreiches Model, Schauspielerin und Muse beeinflusst. Sie inspirierte Künstler wie Julian Schnabel, arbeitete mit großen Designern wie Donna Karan und John Galliano zusammen und stand vor der Linse der renommiertesten Fotografen. Entdeckt von David Seidner, der sie 1986 für die legendäre YSL-Kampagne der Vogue fotografierte, war Duong später vor der Kamera von Peter Lindbergh, Mario Testino und Patrick Demarchelier, um nur einige zu nennen, und erschien in Publikationen wie Elle und Architectural Digest.

Bei ihren Selbstportraits konzentriert sie sich so auf ihr Thema, das sie Maltechnik selbst fast vergisst. Ihre Konzentration gilt gänzlich dem Porträt und hauptsächlich dem Selbstporträt, das sie täglich als Tagebuch gemalt hat. Anh Duong porträtierte aber auch prominente Kunstsammler und Persönlichkeiten, wie unter anderem Maria Theresia Alexandra Prinzessin von Thurn und Taxis, Simon de Pury, Aby Rosen, Susan Sarandon, Domenico Dolce, Natalia Vodianova und Angelica Huston. Einer ihrer wichtigsten Porträtaufträge war von Barry Diller. Für seine Yacht schuf sie eine fast drei Meter hohe Skulptur aus Edelstahl von Diane von Fürstenberg. Die National Portrait Gallery in Washington DC erwarb ein weiteres Porträt, das sie von Diane von Fürstenberg malte, für ihre ständige Sammlung. Zuletzt wurde sie beauftragt, 50 Sterne für die Eingangswand des neuen Museums der Freiheitsstatue zu gestalten.

Über die Galerie Gmurzynska

1965 in Köln gegründet, ist die Galerie Gmurzynska seit über 50 Jahren eine der führenden internationalen Kunstgalerien, die sich sowohl auf Meisterwerke der klassischen Moderne als auch Nachkriegskunst spezialisiert hat. Die Galerie Gmurzynska ist weiterhin die wichtigste Galerie für Künstler der russischen Avantgarde und der frühen Abstrakten Kunst des 20. Jahrhunderts. Das Programm der Galerie ist darauf ausgerichtet, Ausstellungen historisch wichtiger Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts zu zeigen, begleitet durch die Publikation wissenschaftlicher Begleitkataloge.

Pressekontakt:
Mathias Rastorfer
[email protected]
0041 44 226 7070
Original-Content von: Galerie Gmurzynska, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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