60 Jahre Mauerbau: „Tunnel der Freiheit“ zeigt spektakuläre Fluchthilfe

Baden-Baden (ots) – 90-minütige SWR Auftragsproduktion in „Dokumentarfilm im Ersten“ am 28.7. um 23 Uhr

Im Jahr 1962 gelang einer Gruppe von 29 Menschen aus der DDR die Flucht in den Westen – durch einen 135 Meter langen Tunnel. Mehr als vier Monate haben 41 Studenten aus Westberlin diesen Tunnel gegraben. Sie setzten ihr Leben aufs Spiel – für Freunde, Verwandte, Geliebte, Fremde und politische Ideale. „Tunnel der Freiheit“ erzählt die Fluchtgeschichte, die angesichts weltweiter Flüchtlingskrisen, Abschottung und Mauern nichts an Aktualität und Brisanz verloren hat. Der Dokumentarfilm von Marcus Vetter wird am Mittwoch, 28. Juli, um 23 Uhr im Ersten gezeigt und ist ab 26. Juli für ein Jahr in der ARD Mediathek verfügbar. (Erstsendung 22. Juli, 20:15 Uhr auf ARTE)

Verschlammt und durchnässt, aber in Freiheit

Zum ersten Mal in der Filmgeschichte ist eine Kamera hautnah bei der Flucht von Menschen aus der DDR dabei – sie sollen durch einen Tunnel unter der Mauer durch in die BRD gelangen. Als während der Grabungen das Geld ausgeht, verkaufen die beiden Italiener Mimmo und Gigi die Filmrechte an den US-amerikanischen Fernsehsender NBC. Sie graben den Tunnel für ihren Freund Peter Schmidt. Als der Film am 10. Dezember 1962 von der NBC vor einem Millionenpublikum ausgestrahlt wird, gehen die Bilder um die Welt. Sie sind voller Dramatik. Monatelang haben die Helfer geschuftet. Zuerst die Suche einer geeigneten Örtlichkeit – hüben wie drüben. Die Grabungen mussten unter absoluter Geheimhaltung stattfinden, gefährdet waren ja nicht nur die Fluchtwilligen, sondern auch die Helfer, sobald sie auf bzw. unter DDR-Gebiet waren. Wassereinbrüche, Streitigkeiten – das Unterfangen zerrte an den Nerven und wurde immer teurer. Doch eines Abends konnte das Signal gegeben werden und die Flüchtlinge fanden sich nach und nach zur konspirativ vereinbarten Zeit am Einstieg ein. 135 Meter durch den engen Schacht, verschlammt und durchnässt, aber in Freiheit.

„Tunnel“ reloaded

1999 erschien der preisgekrönte Dokumentarfilm „Der Tunnel“, der die spektakuläre Geschichte der Flucht auch mit Bildern von damals erzählte. Über 20 Jahre später wurde er mit neu gedrehtem Interviewmaterial als „Tunnel der Freiheit“ noch einmal neu aufgelegt: Mimmo und Gigi sind inzwischen gestorben, doch einige der Tunnelbauer, heute in den Achtzigern, leben noch und erzählen ihre Geschichten. So auch Inge und Claus Stürmer, deren erster gemeinsamer Fluchtversuch 1961 schief ging: Nur Claus gelang die Flucht in den Westen. Inge, Mutter eines Kleinkindes und schwanger, wurde verhaftet und zu Gefängnishaft verurteilt. Claus arbeitete an dem Tunnel mit, um seine Familie endlich zu sich zu holen. Ein Happy End.

„Tunnel der Freiheit“ erzählt vom Wagemut junger Menschen, von Vertrauen und Solidarität, von der Suche nach Freiheit und dem Überwinden von Mauern.

Produktion und Ausstrahlung

„Tunnel der Freiheit“ ist eine Produktion von Filmperspektive und im Auftrag von SWR und ARTE für Das Erste. Der Film wird am Mittwoch, 28. Juli, um 23 Uhr im Ersten gezeigt und ab 26. Juli für ein Jahr in der ARD Mediathek verfügbar. Die Erstausstrahlung des Films ist am 22. Juli auf ARTE.

Akkreditierte Journalisten können die Produktion in den Vorführräumen Das Erste und im SWR Presseportal abrufen.

Weitere Informationen unter

http://swr.li/tunnel-der-freiheit

Pressekontakt:
Daniela Kress, Tel. 07221 929 23800, [email protected] Fotos: ARD-foto.de Newsletter: „SWR vernetzt“, SWR vernetzt Newsletter (http://x.swr.de/s/swrvernetztnewsletter) SWR.de/kommunikation (https://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/uebersichtsseite-swr-kommunikation-100.html) twitter.com/SWRpresse SWR.de/corona FÜR EUCH DA #ZUSAMMENHALTEN
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Quelle: ots

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